St. Mort?,. / ( g7
nichts als ein offnes Haus finden, in welchem mangegen Regen Schutz suchen kann. Bis jetzt hat man dieGemeinde von Moriz, welcher der Sauerbruun gehört,noch nicht dahin bringen können, bey der Quelle einWinks- und Badehaus zu erbauen; ja sogar, sieschlug das Anerbieten einbs italienischen Fürsten aus,welcher, aus Dankbarkeit für seine hier wieder her-gestellte Gesundheit; ein grofses Gebäude aufführenlassen wollte. — Wer also baden will, mufs dasSauerwasser ins Dorf führen lassen. Diese Unbequem-lichkeiten vertheuern den Aufenthalt. Jeder Kurgastkann die täglichen Ausgaben nicht weniger als fünfGulden oder einen halben Karolin rechnen, wofür manin den zwey genannten Wirthshäusern gut und' iähnlichbedient wird. In den andern Wirthshäusern lebt der
Kurgast wohlfeiler, aber nicht so gut. — Da dieses
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Alsenthal zwischen 4200-4800 F. übers Meer liegt,so wird es für die Kurgäste nothwendig, sich mitWinterkleidung zu versorgen ; denn es ist nichts selt-nes, in der Mitte des Sommers früh Morgens Wiesenund Dächer mit Schnee bedeckt zu sehen. — VomMonat Juny bis September findet man hier immereine zahlreiche Brunnen - Gesellschaft aus der Schweitz,Deutschland, und besonders Italien, wo dieses Sauei-wasser unter dem Namen Aqua forte di Agnadinaberühmt ist. — Wenn dieses Sauerwasser versandtwird, so verliert es den gröfsten Theil seiner Luft-säure, und der einzige Grund davon liegt sowohl inden elenden dünnen Glasflaschen, die dazu gebraucht
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