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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
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Montblanc. 483

Standpunkte erblickt man bis unter den Gipfel desMontblanc die Qucerdurchschnitte der senkrechten Gra-nitscliichlcn in einer ununterbrocbnen Rcgelrnafsigkeit.Die Felstaleln der Aiguilles de CUarmoz , Crepon,Blailiere , du Plan und du Midi bilden arr der Nord-ostseite den Fufs des Montblanc, so wie die AiguillesBellaval , Clacier , Feieret, Rouge und Broglia aufder Südwcstseiie, die drey letztem in der Allee blanche(siehe Chamounj , Col de Bahne , de la Seigne undCourmajeur). Aeufserst merkwürdig ist cs, dafs nörd-lich und südlich dicht an den Granittaleln des Mont-blanc Schichten Urkalkstein und Schiefer in derselbenStellung und Streichung, wie die Granitschichten,beobachtet werden ( s. Chamounj , Perrex ; Courinajeurund Col de Bonhomme). — Eben so meikwürdig sindder Sandstein und Nagclfluc, der sich an der Südwest-seite des Montblanc an dem Col du Four findet, des-sen Gipfel in einer Höhe von 857G Fufs übeis Meerganz daiaus besteht (s. Col de Balme). Die Schich-ten des Montblanc bestehen aus Gränit, dessen Gemengsehr verschieden ist. An den vorhingenannten Aiguil—les des nordöstlichen Fufses des Montblanc zeigen sichSchichten: 1) Derber, adriger Granit und Gneifs von

3 Zoll bis 60 Fufs mächtig; 2 ) gelber Talk mit

Quarznieren, und 3) einer schweren rostfarbigen, demHornstein nahe kommenden Steinart mit GranituierenUnd mit Granitschichten wechselnd. Auf der Südwest-Scite des Montblanc zeigt sich mehr Granitello *) aus

*) Sienit und llornblendcschiefer; der s. g. Scliörl ist meistHornblende; der Hornstein, Saus s ure’s Pierre de