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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
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416 Luzerner - See.

viele Wandrer sich ihm nur mit Angst anvertrauenWer in dem Busen von Brunnen nach Fluelen , 0l j et .in der Gegend der Obern und Untern Nase , wo dieFelsen senkrecht in den See stürzen, und nur anwenigen Stellen gelandet werden kann , von heftigenUngewittern mit Sturm begleitet überfallen wird, be-findet sich wirklich in Gefahr, und das Schauspiel wirdfürchterlich. In allen übrigen Theilen des Sees istdiese Gefahr nicht so grofs ; und wer nur die Vorsichtgehabt hat, ein nicht zu kleines Fahrzeug und wackrenüchterne Schiffleute zu wählen, entgeht auch in jenemangegebnen berüchtigten Busen glücklich den schwarzenSchlünden , die mit schäumender Wutli sich tausend-mal öffnen. Alle Schiffer, mit denen ich diesen Seeoft befahren habe, versicherten mich einmüthig, dafs,wenn ein Unglück geschieht, es immer der Betrunken-heit des Steuermanns und der Rudrer zuzuschreibensey. Mein letzter Schiffmann, der in Küfsnacht wohnte,fährt seit 20 Jahren wöchentlich öfters zweymal nachFluelen , und noch nie ist ihm ein Unglück zugesto-fsen. Die Gefahr der Schifffahrt auf diesem See istalso übertrieben worden. Folgende Vorsicht ist ver-nünftig : Wer von irgend einer Gegend der Seeufer

nach Fluelen schiffen will, der richte seine Abfahrtso ein, dafs er vor Untergang der Sonne in Flueleneintreffe. Auch ohne Gewittergefahr wehen alsdanngewöhnlich Alpwiude bergab, welche den nach FluelenSchiffenden gerade entgegen blasen, und bey Heftigkeitdie Fahrt bis in die dunkle Nacht verzögern. M*a