Luzerne r -See. 417
ersuche Jen Eigentümer des Wirtshauses, nüchterneund tüchtige Schifi'leute rufen zu lassen ; man nehmenicht ein zu kleines Fahrzeug ; man sey nicht eigen-sinnig , gerade zu der gewünschten Stunde abzufahren,sondern man prüfe die Meynung der Schiffleute übersWetter, und folge darin ihrem Rath. So wird dannJeder, unverstimmt durch Besorgnisse, sich ganz demGenufs überlassen, welchen das Schauspiel dieseraufserordentliclien Natur gewährt. Nach tagelangemRegen fallen von dem grofsen und kleinen AchsenbergeSteintrümmer über die steilen Wände hinab, und sindden unten Schiffenden gefährlich. Ist der See mehrereTage durch Stürme unschiffbar, so kann derjenige,welcher zur Fortsetzung der Reise notgedrungen ist,von Brunnen lind Morschach nach Fluelen über denRücken des Achsenherges gehen, welches eine volleTagreise ausmacht. Diesen Weg machte während desKrieges von 1799 — 1800. der französische GeneralLecourbe mit Grenadieren des Nachts bey Fackelschein.
Felsensturz. Im J. 1801. löste sich ein Theildes Felsens ohnweit dem Dörfchen Sisihen währendder Nacht ab, und stürzte in den See, welcher dadurchin ungeheure Bewegung gesetzt wurde. Die Wellenschlugen hoch übers Ufer, und wuschen einige ziemlichentfernte Häuser, Ställe, Sägemühle, mit allem wasdarin war, vom Lande in den See, wobey 11 Men-schen umkamen, von denen nur ein Kind in der Wiegeschwimmend, aber todt, wieder gefunden wurde. Indie Dörfer Bauen und Fluelen an den entgegengesetzten
Ul.
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