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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
Entstehung
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tiefsten Aberglaubens und der schamlosesten Liederlich-keit dar; denn die Kirche der heil. Anna war mitHurenhäusern umgeben, und die Priester selbst hieltenin ihren Häusern solche schändliche Wirthschaften fürdie frommen Pilger. Dieselben Sitten herrschten inGenf und in so vielen andern Städten derselben Zeit.Auf diese Art war die religiöse Veränderung langsamvon Ferpe zubereitet. Der Bischof von Lausanne ergriffdie Parthey des Herzogs von Savoyen, als diesem dieBerner 1536. den Krieg angekündigt hatten, und damitverlohr er alles. Er floh im Monat Merz; die ganzeWaat wurde von den Bernern erobert; Lausanne nahmdie Reformation an und unterwarf sich freywillig, mitVorbehalt ihrer seit 1219. gegründeten freyen Stadtver-fassung, dem Kanton Bern. Seitdem hat der Bischofin Freyburg und der Berner-Landvogt in dessen Schlofszu Lausanne seinen Silz genommen. Seit 1798- wurdeLausanne Hauptstadt des K. TVaat ( S. TVaat) *).

Römische Alterthümer. Zwischen dem Land-hause Vidi und Dorigny, y» St. vom jetzigen Lausanne,hat man auf der Stelle des Lousonne in verschiednenZeiten Bruchstücke von Mauern , Bachsteine , römischeMünzen , die Bronzene Gruppe eines Priesters , wel-cher einen jungen Stier zum Opfer weiht (wird auf derBibliothek zu Bern aufbewahrt), und die Ueberresteeiner römischen Strafse, die von Vidy nach Ouchyund Vevay geht und von den Einwohnern Estras (via

*) Lcs elemens de lhistoire du Canton de Vaud, par Pellis,