Druckschrift 
3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
Entstehung
Seite
229
Einzelbild herunterladen
 

Blatt : Die von Bern ans sichtbare Alpenhette vonStader und Bieter. Ueber die geognostische Merk-würdigkeiten der Jungfrau s. man Laulerbrnnii.

Jura*) ( Jurassus J, Jura - und Jurat - Gebirge,welches die Nordwestseite der Schweitz wie ein hoherWall beschützt , zieht aus Savoyen von dem Vouachein SSW. nach NNO. bis in den K. Schaffhansen ineiner Länge von go - ioo Stunden fast paraleil mit denhohen Alpen, und dehnt sich nach NW. in einer Breite von15-18 St. aus. Sein höchster Rücken liegt den Alpenam nächsten ; närnlieh der Jura erhebt sich aus denEbnen der Schweitz wie ein steiles Giebeldach bis zurHöhe von 2-3000 F., läuft ohngefähr in dieser Höheseine ganze Länge als gebogne Wellenlinie durch, überwelche sich nur hin und wieder rundliche Kuppen noch600 1000 F. höher erheben, und stuft über eineMenge Paralellketten nach Burgund allmälig herab.Die höchsten Theile des Jura liegen übers Meer (nachden neuesten Messungen der HH. Prof. Trolles undPictet) : nämlich die Dole 5082 F., der Mont Tendreim Jouv-Thale 5170 F. und der Reculel (Spitze desThoiry ) 5196 Fufs. ( S. Dole , Genf und Joux-Thal).

Merkwürdigkeiten. Zur Römerzeit trennte dasJuragebirge die Helvetier von den Secjuanern , welche

*) Im Ccllisclien Jon-rag (Regierung Gottes oder Jupiters).Strabo nennt ihn Joras ; das Volk im K. TVaat nenntihn Jurat, wodurch mit einem andern Bergzug, derJarat heifst, leicht Verwirrung entsteht. Man s, denArt. Jorat.