verschiedenen Badgaste, in welchem man jedoch in he-sondern Badewannen (Kästen) und mit Absonderungder Geschlechter, gemeinsehaftlich zu baden pflegt.
Einen ganz eigenen, und anziehenden Anblick ge-währt, besonders an den Sonntagen, der Gebrauch desschon genannten, im Fre'yen gelegnen, nur durch einigeTannen beschatteten Tropfbades, welches in der heifsenJahrszeit von einer Menge Landleuten aus der Gegend,von mehrern Stunden irn Umkreis, besucht wird. BeydeGeschlechter drängen sich hinzu, die Heilquelle, undzwar auf ganz verschiedene "Weise zu benutzen. Die« einen trinken davon; andere füllen ihre Flaschen, umdas Wasser zu Hause zu gebrauchen. Die meisten
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halten den leidenden Theil, Aerme, Beine, Kopf, jaselbst den Bücken, ohne solchen zu entblöfsen, unterdie Röhre des eiskalten Brunnens hin, und legen sichdann zum Trocknen an die Sonne. Das Gedränge derMenschen, der kleine Markt von Erfrischungen, diesonderbaren Stellungen der Badenden — wobey jedochimmer bäurischer Anstand herrscht — und hinwiederdie Zuschauer, bilden für den städtischen Beobachterein an Mannigfaltigkeit reiches und malerisches Schau-spiel *_). Dafs der Glaube an die Heilkräfte diesesBrunnens nicht blofses Vorurtheil ist, beweisen, besserals alle chemische Zerlegungen, der alljährlich erneuerteZuflufs von Kranken aus den nämlichen Ortschaften,
*) Eben zum Theil von derselben ist das colorirte Blatt desH. Zehenders genommen, dessen (Th. I. S, 26g.)wähnt wird.
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