iS4 Gurnigel.
lcber-Gerucli, ist sehr hell, zersetzt sich aber an derLuft schnell, und wird inilchweifs. Diese zweyte, stär-kere Quelle wird daher auch zu einem Tropfbade be-nutzt; und das Wasser von beyden nicht nur am Orthäufig getrunken, sondern auch in Hern, bey dem Ei-gentümer, in beträchtlicher Menge, in hermetisch ver-schlofsnen Flaschen, zu 5 1 j 2 und 4 Bz. abgesetzr. —Die Heilkräfte dieses Brunnens zeigen sich, durch viel—jährige Erfahrung, gegen Hypochondrie, gegen Versto-pfung, Blähungen, Hämorrhoiden und Magenbeschwer-den — so wie die des Tropfbads besonders, gegen alterheumatische und gichtersche Zufälle sehr bewährt. Dannträgt die herrliche, reine Bergluft auch das ihrige zuder heilsamen Wirkung dieses Kurortes bey, der daherjeden Sommer von einer zahlreichen Gesellschaft ausallen Ständen, besonders von Bern, besucht wird; wor-unter viele sich befinden, die, frey von Krankheit,blofs eine wohltätige Erholung und Zerstreuung su-chen. Wie in allen solchen Berg-Bädern, und hierganz besonders, da das Wohnhaus gegen Norden sieht,( und daher die Luft bey einfallendem Begenwetter sehrkalt und rauh ist) thun übrigens die Gäste wohl, sichauf den Fall hin mit warmer Kleidung zu versehen.
Das dicht am Badhaus anliegende Wohngebäude istnicht glänzend, aber bequem eingerichtet. Man findetda eine gute, offene Tafel (für diese und das Zimmerwird des Tags 4-5 Schw. Fr. bezahlt), ein Billard,u. s. f. In mehrern Zimmern sind Kamine angebracht.
Das Badgebäude enthält drey Abteilungen für die