Druckschrift 
3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
Entstehung
Seite
155
Einzelbild herunterladen
 

Vs» *

«ulü

Sb.

Jj 4»lir.16 »Heidtmklei IT,m tu-I Oltdem

rette®

-jo ,« 0

etto® 1

jj. 61 »

a« :

/

Gr AUBÜNDTETtr. 155

abhängiger Frevstaat; von dieser Zeit bildet es einender 19 schwcitzerischen Kantone.

Merkwürdigkeiten. Alte rhätische Spra-che. Die höchsten Gebirge Bündtens übersteigen

11.000 F. Meerhöhe nicht; eine Menge Gletscher lie-gen zwischen denselben, und der prächtige Rhein, ent-springt hier. Geschichte und Verfassung der Einwoh-ner Bündtens sind für den Menschen-Beobachter gleichmerkwürdig und lehrreich. Der uralte rhätische Volks-stamm in den Hochthälern Bündtens hat seit 2400 Jah-ren den Grundcharakter seiner Sprache beybehalten,welche jetzt lingua romanscha genannt wird, und inden zwey Mundarten des Romanischen und Ladini-schen gesprochen wird. Ueber das Ladin s. mau denArt. Engadin , und über das Romanisch s. das roma-nische Idiotikon am Ende des /. Theils der Anlei-tung. In keinem Lande sieht man so viele Schlös-ser - und Burgruinen aus dem Mittelalter als in Crau-bündten , denn man zählt deren über 180. GanzBiindten ist Alpenland, und die Hauptbeschäftigungder Einwohner ist Viehzucht und Alpenwirthschaft.Der K. Biindten besitzt 80,000 Stück Rindvieh, unterdenen 35 - 30,000 Kühe ; 60 - 70,000 Ziegen , und

100.000 italienische Schaafe weiden des Sommers aufdessen Bergtriften*). Die'gröfste und schönste Rind-

so wie aus Rhaetigau mit Vorsetzung des p Praettigaugeworden ist.

Ueber Land - und Alpenwirthschaft Biindtens s. denßündtnerischen Sammler vom J. 1779. an, und die Pcrfrand-