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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
Entstehung
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*54 Graut, und tf,n.

die Einwohner den Namen Biindtner , Graubündtnerund von dieser Zeit an treten die Biindtner als ein freyesund unabhängiges Volk auf, deren Verfassung noch de-mokratischer als in den Democratien der Schweitz ist;denn ihre Republik gemeiner 3 Bündle besteht eigentlichaus einem Bunde von 26 Hochgerichten oder kleinen Frey-staaten , und stellt diejenige politische Verfassung dar,welche federative Ochlokratie genannt wird. In die-ser Verfassung lag der Keim der heftigen innern bür-gerlichen Unruhen, und der Wuth der Partheyen undaller ihrer unglücklichen Folgen, welche der bündtnerischeFreystaat seit dem XV. Jahrhundert so oft erfahren hat.Die Bündtner schlossen sich noch vor Ablauf des XV.Jahrhunderts durch Bündtnisse an die Eidgenossen-schaft, welche ihren Freystaat als ein zugewandtes Orterklärte, kämpften mit den Schweitzern 1499. in demblutigen Schwabenkrieg, und eroberten 13 12. die Land-schaften Veltlin, Chiavenna und Bormio, welche balddarauf vom Herzog von Mailand ihnen ganz abgetretenwurden. Die freyen Bündtner beherrschten die 80-90,000Einwohner dieser Landschaften als ihre Unterthanen, durch Landvögte bis zum J. 1797. wo sie abgerissenwurden (S. Veltlin j. Bündten war bis 1798. ein un-

*) Der Ursprung des Worts Grauen , Grisoni ist dunkel,llr. Placidus a Specha glaubt, dafs es aus dem ver*fälschten Worte Rhaetia, Rhaeti entstanden sey, indemdie rhätische Sprache gern vor dem lateinischen r imAnfänge eines Worts ein g setzt; z. B. aus ripa longamacht sie gripa longa u. s. w.; aus Rhaetsin mit Vorschlagdes g Graetsin konnte leicht Grisun, Grisoni entstehen,