genossen, ihrer Nachbarn, nicht wenig beygetragen ha-ben mag. Im J. 1400. schlossen alle Gemeinden desStifts Disentis nebst dem Abt, Ulrich von Räzilns , mitallen seinen Gerichten, Albrecht von Sax nebst allenGemeinden am Vorder - Rhein um llanz , zu Lugnetzu. s. w. mit dem Kanton Glarus ein Bündtnifs, nach-dem 1396. Johann von Werdenberg , der Bischofvon Chur mit allen Gemeinden in den Thälern Ober-halbstein , Schams , Domleschg, Avers , Vas, Bergitneinen Bund errichtet hatten, aus welchem der Gotts—hausbund entstand. Dieser Verbindung setzten alleGemeinden von den Quellen des Hinter - Rheins undVorder-Rheins bis Reichenau den Obern oder GranenBund entgegen, welcher zu Trons im J. 1424. geschlos-sen wurde (S. Trons). Im J. 1436. vereinigten sichauch alle Gemeinden, welche vom Scaletta und Fluelaan zwischen dem Rhaeticon und der Plessur liegen, inden Zehn - Gerichten - Bund , und diese drey Bündteschlossen endlich im Merz 1471. auf dem Hofe Vazerolim-Gericht Beifort einen allgemeinen und eryigen Bund.Von dieser Zeit an erhielt das alte Rhätien, welchesim Mittelalter das curische Rhätien , auch Curry allen ,Curryalchen *) (d. i. das Thailand , die Thäler umChur ) hiefs, den Namen Biindten, G rauh iiml tc n , und
*) Damals wurden die Rhätier TValen, die welche unterder Herrschaft des Bischofs von Chur lebten Curwalen,Curwaller, und ihre Sprache walisch, wälsch genannt.Diese Benennung ist noch in Walenstadt , Walensee,Wallgau aufhehalten.