133 Gotthard.
als solche bisher betrachtet, den Natur-Beobachtern soausserordentlich sonderbar und unerklärbar schienen;sondern sie sind nur Fortsetzung derselben Kalk-Gyps-uud Topfstein-Lager, welche durch das ganze TYallistr-Thal, und von hier nach NO. weiter streichen (S.Ebelüber den Hau der Erde. Zürich rgo 8 . S. 63 -83-)
Zerstörung des Gotthards-Gebirges. DasGotthardsgebirge ist entsetzlich zerrissen und zerstört.Es leidet keinen Zweifel, dafs es ehedem unendlich vielhöher gewesen seyn mufs. Das obere Felsenthal, nodas Hospitiuin liegt, ist mit zahllosen Trümmern über-schüttet, welche alle von den Felshörnern, die es ein-scliliefsen. herabgestürzt sind. Die grofse Menge eineskleinkörnigen und lockern Gneifses und adrigen Granits,welche den Gotthard durchziehen, ist wohl die Ursachedieser ausserordentlichen Zerstörung. Seine gewöhnlicheSpaltung in dreyeckige Blätter oder viereckige Prismenist merkwürdig. Das obere fast zirkelförmige Felsen-thal war ehedem ganz geschlossen. Die Ueberreste derSchlufsfelsen nach Norden sieht man noch sehr auffal-lend vor der R.udunt-Brücke ,' wo die Reitjs einen schö-nen Fall macht; und auf der Südseite unterhalb desHospitiums rücken, die F’elsen so nahe zusammen, dafsder gewaltsame Durchbruch nicht zu mifskennen ist.Ehe diefs geschah, mufste dieses hohe Thal einen tie-fen See bilden. Eben so gewifs ist es, dafs das Ursern ■Thal vor dem Durchbruche des Teufels- Berges, unddas Ober-Livinen - Thal, ehe der [Platifer bey Dali»grande durchrissen war, nur lange und tiefe Seen dar-stellen mufsten.
\