worin alle Punkte der Staatsreform bestimmt, und durcheinen zweyten Vertrag vom August 1797. Erläuterungund Gewährleistung von vier Kantonen erhielten. InGofsau wurde den 23. November 1795. die grofseGandsgemeinde gehalten, wo in Gegenwart des Abts derneue Verein dem Volke vorgelesen und angenommenwurde. Der Abt Beda Angehr n , aus dem thurgaui-6chen Dorfe Hagemveil gebürtig, war seit 1767. Fürst-Abt. Unter den Volksmännern spielte Major Kuenzlivon Gofsau die Hauptrolle; er trug am meisten zurglücklichen Beendigung der vaterländischen Angelegen-heiten bey, führte die grofse Landsgemeinde und ernd-tete die allgemeine Hochachtung seiner Mitbürger ein.Kuenzle war seines Handwerks ein Schlächter, und seitvielen Jahren Fufsbriefbothe zwischen Gofsau und Heri-sau, welches Geschäft er auch nach 1795. noch fort-setzte. — Nicht weit von Gofsau das Städtchen JVyl 9wo fast in allen Bürgerkriegen der Schweitzer und indem Kriege der Appenzeller stets Gefechte statt gehabthaben. Ueber die Niederlage der Appenzeller bey Gofsauim J. 1427. S. den Art. Herisau,
Gotthards-Berg, auch St. Gotthard *),
*) Dieser Name soll aus den celtischen Wörtern Got undarth d. h. der erhabenste Gott, entstanden seyn, wel-cher wahrscheinlich auf diesem Gebirge verehrt wurde.Der grofse Geschichtsforscher in Zug, General Zurlauben 9machte es zu Folge einer llorentinischen Cornaline wahr-scheinlich, dafs die Taurisker auf der Höhe des Gotthardsihren Gott angebetet, und dieses Gebirge, Berg Gottesgenannt hätten. Andere leiten den Namen von den Go-