Gotthard.
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iin K. Tessin. Einer der gebahntesten Alpenpässe führtüber den Gotthard aus Deutschland und die Schweitznach Italien.
Geschichte. Die Römer kannten den Gotthardnicht , daher kann man die römischen Benennungen vonAdula uud Lepontinische Alpen * *) nicht auf den Gott-hard beziehen. Zu welcher Zeit die StraJ'se über denGotthard geöffnet wurde, ist nicht genau bekannt. DieGeschichte dieses Passes hätte aus den Dokumenten desArchivs im Kloster Disentis , welchem der Gotthardund Ursern — Thal gehörten, aufgeklärt werden können;allein Alles ist im J. 1799. dort verbrannt. D r gelehrteKipitular, Kr. P/acidui a Specha , versichert als getrijs,dafs diesen Urkunden zufolge schon im J. 1300. amFufs des Gotthards ein [Iospital gestanden, dafs 13ar.käufliche Sachen über den Gotthard geführt worden sind,dafs der Abt Guillelmus de Planezia im J. 1", 19■ mitden Urnern ein Bündtnifs eingegangen sey, und dafs
r/ien, welche im J. aus Italien vertrieben wurden
und si. h in die Thüler von Uri setzten. Die alten hel-vetischen kroniken thuu allgemein Meldung von dieserAnkunft der Gothen, uud die Laudleyite rühmen sichnach uralter Sage, dafs viele unter ihnen von Gothenahstammeu. Päoch andere leiten die Benennung von demH. Gotthard (hildesheimisrh :m Bischof im XU. Jahrhun-dert) her, welchem die Achte des Klosters Disentis hiereine Kapelle zu Ehren bauten.
*) Cäsar in hello gallico sagt: „Rhenus autem oritur ex Le-pontiis, qui alpcs incolunU’, und Plinius verlegt die Lcpon-lii Viberi ins AYalliserland; die Aar auf der Grimsel wurdedamals ebenfalls fiiv einen Thcil des lihcins angesehen.