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G o s s a r.
Sage nach eine goldführende Erde enthält, woher dasThal den Namen bekam.
Goss au, ein grofses Dorf im K. St, Gallen , Haupt-ort des Bezirks desselben Namens, 2 St. von der StadtSt. Gallen, i St. von Herisau in Appenzell entfernt.
Geschichte. Gofsau gehörte stets zur allenLandschaft , der Abtey St. Gallen unterthan. Als dieAppenzeller im Anfänge des XV. Jahrhunderts ihre Frey-heit gegen den Abt von St. Gallen erkämpften, ver-einigten sich die Gofsauer mit ihnen , wurden aber1429. mit Gewalt wieder ins äbtische Joch gespannt.Zur Zeit der Reformation empörten sich alle Bewohnerder alten Landschaft gegen den Druck des herrschen-den Klosters und verjagten alle Mönche; allein die da-mals siegreichen katholischen Kantone legten den Gotts-hausleuten, wie man sie nannte, die harte Unterthä-nigkeit der Abtey von neuem auf. Der Druck des äbti-schen Ministers empörte gegen Ende des XVIII. Jahr-hunderts alle Bewohner der 9 Stunden langen und 4- 5St. breiten alten Landschaft , und Gofsau erhob 1 795 -zuerst die Stimme und hielt Bürgerversammlungen. Dieübrigen Gemeinden schlossen sich sogleich an und er-wählten eine Versammlung von Stellvertretern mit derVollmacht, alle Klagen zu prüfen, aufzusetzen, unddas Beschwerdenheft dem Abt zu überreichen. Manunterhandelte lange. Die Mönche und weltlichen Amt-leute widersetzten sich allen Forderungen des Volksund dem Willen des Abts Heda, welcher am Ende auseigner Gewalt ein Verkommnifs zu Stande brachte,