Druckschrift 
3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
Entstehung
Seite
82
Einzelbild herunterladen
 

Glarus.

82

Senuliiilte die Nacht zubringt ; die Hälfte dieses Wegeskann man reiten. Von der Sennhütte ersteigt man denfolgenden Morgen in i St. den Schien oder Schere,5600 F. über den Luzernersee, 6950 F. übers Meer,das höchste Horn des FJ'iggis. Ein kürzerer aberunbequemerer Weg führt von dem Dorfe Ncttstaldurch die Queren-Alp, auf die Gaumen ^ und von daauf die Scheye in 4 St. Die Aussicht ist ausser ordent-lich ausgedehnt nach O. und N. Man sieht den Bo-den- Zürcher- Greifen-See und noch andre Seen;die Gebirge App'enzells , Bündtens , ‘j yrols , Glarusund Schtrytz , und überschaut die wilden . Gletscher-gründe des Glärnisch.

Von Glarus nach dem Linth-Thal. Was-serfalle. Gleich merkwürdig ist das Linth - Thal fürden Liebhaber ausserordentlicher Natur. Von Glarusbis zum Dorfe Linththal 5-6 St. für kleine W T agenfahrbar. Die Strafse führt durch Mitlödi, wo eineBierbrauerey ist; rechts der Glärnisch , links der Schiltund Fässis. — Durch Schis anden , der volkreichsteOrt des ganzen Kantons; liier rauscht die Sernfl' umeinen hohen Felsstock, auf welchem das Dörfchen Soolliegt, hervor, und verbindet sich mit der Linth

*) Wo die SernJi in die Linth fällt, stehen einige lläuscr,Zusingen genannt. ln einem derselben wohnte Stüssi,welcher nach Zürich zog, und dessen Sohn der

lerühmte Bürgermeister von Zürich war , unter unddurch den der erste und zweyte Bürgerkiieg der Schwei-zer im J. 1440. entstanden. (S. Zürich und Toggenlurg )■