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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
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Gf.nfer-See.

sich auf 1% St. Breite, hat hier nur 3-400 F., 1 St.von Evian 620 F., in der Nähe des Schlosses Chillon313 F., in der Gegend von Meillerie aber 950 b. Tiefe.Nicht weit von ViHeneuve fallt die Rhone in 3 Aer-rnen in den See, der vor Jahrtausenden um 4 St. wei-ter bis nach Rex sich ausdehnte. Das WallisischeDorf Port Vallay , was einst dicht am See lag, ist jetzt |v s St. davon entfernt. Vom J. 1676. bis 1726. hat sichzwischen der Rhone-Mündung und Villen«uve eine Erd-zunge von mehr als ^2 St. Länge und 40 Schritt Breiteangesetzt. Ausser der Rhone ergiefsen sich in den See4 t Bäche. Der See friert nie weiter als einige Schrittevon Ufer, und von Genf aufwärts bis zur grofsen Sand-bank. Die Rhone bildet bey ihrem Ausflusse bey Genfzwey Aerme, welche eine Insel umfassen, und sichbald wieder vereinigen; und nimmt ^4 St. von Genf dieArve auf, welche bey heftigem Anschwellen die Rhonedergestalt in die Höhe treibt, dafs ihre Wasser nachGenf zurückfliefsen. Im J. 1711. geschähe es, dafs dieangeschwollne Arve die Rhone dergestalt zurückdrängte,dafs Rhone und ^me-Wasser während 12-16 Stundenin den See strömte, und eine Stunde weit den See trübte.

Merkwürdigkeiten. Der Genfersee hat immerfür den schönsten See im südlichen Europa gegolten;nur der Bodensee dürfte mit ihm um den Vorrang streb jten. Voltaire pflegte zu Ferney zu sagen; K Mein Sei Iist der schönste" *■). Nur die östlichen, nordöstlichen

*) Voltaire singt in einem seiner Gedichte :

,,Que le ehantre flatteur du Tvran des Romains,