Schweitz nach Genf , welches sich ergeben mufste, wor-auf Conrad hier von den Burgundern zum zweytenmalzu ihrem König gewählt und gekrönt wurde. — Schonim IV. Jahrhundert soll ein Bischof hier seinen Sitzgehabt haben, welcher nach und nach alle Hoheitsrechteüber die Stadt an sich zu bringen wufste, ob sie gleichseit dem XI. Jahrhundert als deutsche Reichsstadt er-klärt war. — Von dem XIII. Jahrhundert an unauf-hörliche Fehden zwischen den Bischöfen, dem Grafenvon Genf und dem Grafen von Savoyen wegen desBesitzes der Stadt. Von der Mitte des XV. Jahrhun-derts bis 1556. steter Kampf der Genfer gegen dieHerrschsucht der Herzoge von Savoyen, bis sie durchihren Muth und die Unterstützung der Eidgenossenvöllige Freylieit und Unabhängigkeit erwarben. Im J.1550. begannen Farel, Froment, Lambert und Bousquet,die Genfer zur Abschüttelung des Priesterjochs einzu-laden , und unter thätiger Mitwirkung Calvins wurde1535, die Reformation eingeführt. Calvin war nichtblofs Reformator, sondern wurde auch Gesetzgeber die-ses Freystaats. Clemens Marot flüchtete 1543. und baldnachher Theodor de Beza aus Frankreich nach Genf.Beyde übersetzten die Psalmen in Verse, und Calvinliefs sie von Goudimel und Bourgois in Musik jetzen,1561. in Lyon drucken, und führte sie in den KirchenGenfs ein. Diese Psalmen, von l.obyrasser ins Deutscheübertragen und zu 4 Stimmen gesetzt, sind,von jenerZeit die Kirchengesänge aller Refortnirten der ganzenSchweitz geworden, und sind es noch. Die Reformation
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