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Gemmi, auf der Grenze zwischen dem LVallisund K. Bern, einer der wildesten Felsen, über welchender merkwürdigste l’afs in der ganzen Schweitz führt.
Der merkwürdigste Felsenpafs. Die Südseiteist fast senkrecht abgerissen ; und über diese steileWand ist eine selbst für Pferde gangbare Strafse ein-gesprengt worden. Dieser l’afs einziger Art wurde ind. J. 1756.-41. von Tyrolern zu Stande gebracht.Die Strafse läuft im Zigzag aufwärts, so dafs manweder nach oben noch nach unten den Fortgang desWeg es sehen kann. Ist man hinabgekommen, und be-trachtet man nun die hohe Wand, an welcher man soeben herabgestiegen ist, so kann man zu seinem gröbs-ten Erstaunen keine Spur von einer Strafse entdecken.Fürchterliche Abgründe gähnen längs der einen Seitedes Weges, deren Grausen und Gefahr durch aufgerich-tete Mauern von trocknen Steinen vermindert wird.Indessen ist doch Jedem, der dem Schwindel sehr un-terworfen ist, zu rathen, diese Strafse wenigstens nichtvon Kanderstäg nach Leuch abwärts zu reisen ; umge-kehrt, nämlich von den Leucher -Bädern aufwärts, fal-len die Abgründe nicht in die Augen, und da kann esJeder wagen. Viele Kranke aus der nördlichen Schweitz,welche die Bäder zu Leuch besuchen, lassen sich überden Gemmi in Sesseln tragen . wozu acht Männernothwendig sind, die sich immer ablösen. Gelangtman an den fürchterlichen Weg abwärts, so setzt siebder Reisende mit dem Gesicht nach hinten gekehrt,läfst sich auch wohl die Augen verbinden, und dann