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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
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Gast ern-Thal,

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lensee : Terzen, Quarten , Quinten (tertia , quarta ,

quinta statio), und nicht weit vom See, im Sargnnsischen ,in Proemsch und Sigunds fprima und secunda statioJmerkwürdige Spuren übrig sind. Die Rhätier hattenliier am See ein immer wachendes Lager gegen ihreFeinde ; und daher der Name. Auch blieb diese Land-schaft Eigenthum der rbiitischcn Grafen zu Chur bisins IX. Jahrhundert. Das Land Gaster, schon denRömern durch seine Lage wichtig, uralter Handelswegnach Italien, kam von den Grafen von Chur in derfränkischen Zeit an die Grafen von Lenzburg , dann andie Grafen von Kj'burg, und von diesen an Graf Rudolphvon Habsburg. Es blieb österreichisch, bis es wäh-rend der Reichsacht des Herzog Friedrichs von Oester-reich ( S. Konstanz ) von Graf Friedrich von Toggenbürg erobert wurde. Nach dessen Tode im J. 1436.kam Gaster wieder an Oesterreich, welches dieses Länd-chen im J. 1438. an die KK. G laris und Schsrytz für3000 Guld. verpfändete, seit welcher Zeit es eine Land-vogtey dieser Kantone bis 1798. blieb. Nach dem Todedes Grafen von Toggenburg wurde dieses Ländcheu einZankapfel zwischen den K. Zürich , Schrrytz und Cla-ris , und gab eine Mitveranlassung zu dem ersten Bür-gerkriege der Eidgenossen. (S. Toggenburg). DieEinwohner von Gaster hatten mit Eifer die Reformationergriffen, wurden aber 153t. von Schwytz mit Gewaltgezwungen, den katholischen Glauben wieder anzu-inehmen.

Gaste»* - Thu. (S. Kanderstäg),