St. Gallen.
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herrschte zu St. Gallen bis 1117. Die Abtey erwarbdurch Schenkungen, Eroberungen und Kauf ein sehrgrofses Gebieth, welches aus der sogenannten altenLandschaft (vom Bodensee bis Unter-Toggenburg 9 St.lang und 4— 5 St. breit), aus dem Toggenburger-Lande , aus Besitzungen im Thurgau und Rheinthalbestand, und 100,000 Unterthanen enthielt. Ausserdembesafs die Abtey noch in Schwaben die HerrschaftenNeu-Ravensburg, Ebringen und mehrere Dörfer in derGrafschaft Bregenz. Gegen die drückende Regierungder Aebte empörten sich alle ihre Unterthanen zu ver-schiednen Zeiten. S. Appenzell und Stadt St. (ballen.Zur Zeit der Reformation standen die Einwohner derAlten-Landschaft auf und verjagten die Mönche, wur-den aber 1532. von neuem in das Joch der Leibeigen-schaft gespannt. Der anmafsende Geist der zurückge-kehrten Mönche und ihr Verfolgungseifer der Protestan-ten erregten bald hier, bald dort in ihren HerrschaftenUnruhen, bis im Anfang des XVIII. Jahrhundert dasVolk von Toggenburg in allgemeinen Aufstaud über dieÜbtische Tyranney gerieth, wodurch die ganze Eidgenos-senschaft in Bürgerkrieg gestürzt, 18 Jahre lang inVerwirrung gesetzt und an den Rand des Verderbensgeführt wurde. Der Fürst - Abt von St. Gallen warnämlich seit dem J. 1451. ein Glied in dem Verein derEidgenossenschaft (nämlich durch seine Bündnisse mitZürich , Luzern , Schvrytz und Glarus ) geworden undseit 1668. war es ihm gestattet, einen Gesandten zu derjährlichen Tagsatzung aller Kantons - Staatshäupter zu
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