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3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
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12 St. Gallen.

Mann seiner Zeit, hinterliefs ein Werk de Viris illu- 1

stribus, und sein Schüler, Salomo, Abt von St. Gallenund Bischof von Konstanz, schrieb im J. 919. sein Dic-tionarium universale, welches den Umfang des ganzendamaligen Wissens enthielt. Dieser Salomo wurde auch i

die Ursache, dafs im J. 916. der Graf Burkard zum er-sten Herzog von Schvraben erhoben ward. Noch imAnfang des XI. Jahrhunderts giengen aus der gelehrtenSchule der Abtey geschickte Lehrer für die SchulenDeutschlands und Frankreichs aus ; allein von dieserZeit an, wo nur Freyherren und Ritter zur Abtenwürdezugelassen wurden, entfloh der Geist der Musen; undLust an Fehde, Kampf und Eroberung trat an dessenStelle. Im J. 1204. erhielte Kaiser Philipp dem AbteUlrich (Freyherrn von Hohensax) die Würde einesReichsfürsten, und besonders von dieser Zeit an zogendie Mönche bis ins XV. Jahrhundert bev jeder Gelegen-heit das Schwerdt. Unter den kriegerischen Aebtenzeichnet sich Ulrich von Eppenstein (Sohn HerzogsMarquard von Kärnthen) vom J. 1076. an, durch hohemännliche Kraft und grofse Eigenschaften aus. Er warvon der Parthey des in Bann gelegten Kaisers Hein-rich IV. widerstand dem Herzog von Schwaben, allenMächtigen und Prälaten, die ihn umgaben; verlohr|,da er selbst in den Bann gethan und bis ins Klostermit Feuer und Schwerdt verfolgt wurde, den Muth nicht,vetliefs den Kaiser nie, bat seine Feinde nie um Frie-den, wurde im Glück der Waffen nie übermüthig, er-waib seinem Kloster keine fremde Herrschaften, und

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