neuem mit Appenzell einen Bund errichtet hatte, wäh-rend der gröfsere Theil des Heeres von Seiten desRheinthaies einfallen sollte. Als am 15 . Juny 1405.die Feinde 1600-2000 M. durch den engen Eingangder aufgebauten Grenzmauer, welche den Pafs nachAltstädten hinab schlofs, bis an die Anhöhe am Stofsvorgedrungen waren, wälzten die Appenzeller , 4-600 M.stark, Baumstämme und Steine herab. Wie die Reutereydadurch in Unordnung gerieth, fielen sie wiithend in diegebrochnen Reihen des Feindes , der auf dem von vie-lem Regen schlüpfrigen Grasboden keinen festen Trittthun konnte , während die unbeschulieten Appenzellermit aller Kraft einhieben. Die Weiber der Appenzeller,in lange Hirtenhemde gehüllt, eilen ihren Vätern undMännern zu Hülfe, und der Feind ergriff bey Erschei-nung dieses Hülfshaufens die Flucht. Jetzt begann erstdas Gemetzel, und nach sechsstündigem Gefecht flohendie Oesterreicher nach Altstädten zurück; 450 derselbenblieben auf der Wahlstadt, 476 auf der Flucht am en-gen Mauer-Durchgänge, unter denen sich eine MengeRitter, 8 ° Bürger von Feldkirch, der Schultheifs Lorenzvon Sal mit 95 Bürgern seiner Stadt Winterthur befanden.Die Appenzeller erbeuteten 150 Panzer und viele Fahnen,welche zu Appenzell noch aufbewahiet werdeH. ZumAndenken dieses Tages wurde hier eine Kapelle erbauet,zu welcher die Appenzeller eine jährliche Wallfahrthalten. Zu gleicher Zeit zog Herzog Friedrich vonSt. Gallen zurück , weil er ohne Angriffszeug war.Auf seinem Wege nach Arbon fielen 4 00 St. Gallcr von
Druckschrift
3 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 2 (1810) G - O
Entstehung
Seite
4
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten