II. Allst. Gesch. 6,z - 771.
97
ncm Kirchennamcn) durch die Unterstüzung KarlMartells und seiner Söhne, die von seinen Vor-gängern angefangene Arbeit zu vollenden undeine Deutsche Kirche zu gründen. Bis 745 warer durch Gregor II. und III. Bischof und Erz-bischof ohne Kirche, seitdem aber ward ihm dieBelohnung seiner Anstrengungen durch das Erz-bisthum von Mainz, und ein unbegränztes Anse-hen im fränkischen Reiche in allen Kirchensachen,welchem auch die Gallische Kirche viel verdankte.
' In Deutschland hat er die Bisthümer Würzburgund Eichstadt (Büraburg und Erfurt warennicht von Bestand) und die BcnedictinerabteiFulda nebst andern Klöstern gegründet, und dieBisthümer zu Regensburg, Passau, Freisingenund Salzburg (seit 798 Erzstift) organisirt. Nurhat er auch durch seine Anhänglichkeit an den Rö-mischen Stuhl der Deutschen Kirche Fesseln ge-schmiedet. Durch den Eid, den er dem Römi-schen Bischof geleistet, und durch seine Hand-lungsweise in allen Kirchensachen, hat er demPabst Rechte über die Deutsche Kirche einge-räumt, welche ihm noch keine andere zugestand a).
a) Der Eid den er bey seiner Ordination dem Rö-mischen Bischof schwur, lautete so : Promitto egotibi, beate Petre, et Vicario tuo beato Gre-gorio et successoribus eius — me fidem etpuritatem meam et concursum, tibi et utili-tatibus tuae ecclesiae , cui a Domino Deo po-testas ligandi et solvendi data est, et praedi-cto Vicario tuo eiusque successoribus per om-nia exhibiturum. Von einer von ihm gehalte-nen Synode schreibt er: Gonsensimus et decre-vimus subiectionem Romanae ecclesiae usquead finem vitae nostrae servare velle sancto Pe-