( »o )
um ihn als Werkzeug der Agiotage zu benutzen, unblegten ihn nach erhaschtem Gewinn, wieder his zueiner neuen günstigen Gelegenheit, zu Seite. Selbstmit dem Kupfergcld wurde ein ähnliches Spiel ge.trieben. Es gab Leute, besonders auf dem Lande,welche ganze Fäßer solcher Münze aufhäuften, unddadurch eine Seltenheit derselben veranlaßten, daßder Verkehr stockte, oder mit Privat - Geldzettelchcnbetrieben werden mußte. Und dieses Schä tze sam-meln ist der vierte Weg, auf welchem die Geld-münze aus dem inncrn Umlaufe verschwand. DieseSchätze kehren aber von selbst wieder in den allgemei-nen Umlauf zurück, wenn das Geldwesen auf einefeste Grundlage zurückgeführt ist. Denn nimmt derKurs einen beharrlichen Standpunkt an, und kannJedermann zu jeder Zeit zu einem unveränderlichenKurs Münze oder der Münze völlig glcichgelten-dc Banknoten erhalten, so hört bcy den Schätzc-sammlern der Beweggrund auf, neue Münze zuversperren und die versperrte länger unbcnütz.t ruhenzu lassen. Die Agiotäre abergeben ihr schwarzesGewerbe von selbst auf, wenn die Möglichkeit undHoffnung des Gewinnens verschwindet; denn wenn sieeine fortdauernde Besserung des Kurses für wahrschein-lich halten, so eilen sic, ihre Münzvorräthe noch mitgutem Vortheilc anzubringcn. Die vpn Schäßesamm,lern und Agiotären bey Seite geschaffte Münze istalso nicht verloren, sondern vielmehr für den Zeit-punkt eines regelmäßigen Geldumlaufes aufgcspart,und gehört daher zu den Hilfsmitteln des Staates,ein regelmäßiges Geldwesen herzustellen. Die Größedieser Privatschätzc läßt sich zwar nicht mit Genau-igkeit bestimmen; aber die gerichtlichen Jnvcntarienbcy Stcrbefällen und die Verlassenschaftsabhandlun-