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Ein einziger Schulmeister unter tausend Kindern in einer Schule : ein Beytrag zur Verbesserung der Lehrmethode und Schuldisciplin in niedern Volksschulen
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denken über das Entehrende solcher Maaßregeln. Und die-ses Gefühl mag denn auch über die Strafmittel entschei-den, welche Lankaster, augenscheinlich in dem Geisteder Englischen Strafgesetze, erfunden har, und welche ermuthmaßlich blos durch den Anblick des ungeheuren Sit-tenverderbnisses der Hauptstadt und ihrer zügellosen Ju-gend sich har verleiten lassen in seiner Lehranstalt «inzu-führen.

Endlich ist auch das unwidersprechlich, daß die Einfüh-rung positiver Belohnungen in den Schulen zwar auf dereinen Seite den Fleiß ermuntern, die Trägheit anspornenund einen gewissen Wetteifer des Einen mit dem Andernerregen kann, aber auch auf der andern Seite nicht sel-ten Lohnsucht, Ruhmsucht und Eifersucht befördert, unkdiejenigen Schüler, Lenen cs an Talent oder an Lebhaf-tigkeit des Geistes fehlt, nicht selten muthlos und traurigmacht.

Im Allgemeinen kann ich daher nicht anders, als bestdem schon mehrmals von mir ausgestellten Grundsätze be-harren : positive Bestrafungen und Beloh-nungen der Schüler sollte man, so viel alsmöglich ist, vermeiden. Das erfreuende Gefühldes Forkschrcitens zum Bessern und Vollkommnern soll demSchüler Lohn seyn, und das Bewußtseyn, durch das Stre-ben zum Bessern und Vollkommnern in die Classe der ed-lem Menschen zu komme», möge ihn anspvrnen und er-muntern. Das Gegencheil sey ihm Strafe. Im Idealeiner guten Schule ist es ein wesentlicher Charakcerzug,daß alle positiven Belohnungen und Bestrafungen über-flüßig erscheinen. Die Classificirung und das Pro-moviren der Kinder in der Schule mag die Stelle allersonst üblichen Belohnungen und Bestrafungen vertreten;Las Classificationssystem ist das System der Natur.

Aber, wodurch soll ich denn die Schulzucht handhaben?höre ich manchen Schulmann einwcnden, wodurch soll ichanspornen? wodurch abschrecken? Darauf antworte ich:Die unverderbte Menschennacur im Kinde treibt sich selbst.

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