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In den Schulen, von welchen ich hier rede,vermehrt sich im Sommer die Zahl der Schülerso sehr, daß es für den Lehrmeister unmöglich ist,sie gebührlich zn unterweisen. Er bedarf alsdannschlechterdings eines Gehülfen. Aber diesen kanner nicht lange behalten. Wenn im Winter die Zahlder Schüler abnimmt, vermindert sich auch seinEinkommen, so daß man ihm Armuth und Elendvielleicht im Gesichte lesen kann. Alsdann ist ergenöthigt, seinen Untermeistcr, so nützlich er ihmauch gewesen seyn mag, zu entlassen, und diesergeht dann hin, sein Brodt zu suchen, wo er esfinden kann. Wer kann bey so betrübten Aussich-ten Lust haben, Schulmeister zn seyn? WelcherMann fühlt in seinem Herzen noch irgend etwasfür sein geliebtes Weib und für seine geliebten Kin-der, und kann noch Lust haben, ein solches Opferzu bringen? Und wenn nun Männer von einemsolchen edlen Gefühl aus solchen untadelhaftenGründen den Beruf eines Lehrers von sich ableh-nen, in welche Hände fällt dann die Erziehung derArmen? Zn die Hände derer, die ihre Schuldig-keit nicht thun würden, wenn sie freye Macht hät-ten; in die Hände derer, die aus Unfähigkeit (dennRegelmäßigkeit und Ordnung, diese Vorläufer desguten Erfolgs, sind ihnen unbekannt) ihre Schul-digkeit nicht thun können, wenn sie es auch wollten.