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Zur vollständigen Erziehung des weiblichen Ge-schlechts gehört: Fertigkeit im Lesen, im Schrei-ben, und in den Anfangsgründen der Rechenkunst,— dann die Geschicklichkeit, linnene und wolleneKleider zuznschneiden und verschiedene Arten vonNadelarbeit zu verfertigen, — Bekanntschaft mitden häuslichen Arbeiten der Domestiken, — undgründliche Einsichten in die Wahrheiten des Chri-sienthums. Dey der Erziehung der weiblichen Ju-gend selbst muß die Praxis mehr berücksichtiget-werden, als die Theorie. Doch ist die Theoriekeinesweges auszuschließen, weil sie das Fundamentder Praxis ist.
Ich habe mit der weiblichen Erziehung nichtsehr viel zu thun gehabt, bis vor Kurzem. Da-her habe ich auch nicht sehr viel Erfahrung in die-sem Fache gehabt, doch Erfahrung genug, um michzu überzeugen, daß die Methode des Unterrichtsim Lesen, Schreiben, Rechnen rc., die ich mit soglücklichem Erfolge be» Knaben angewendet habe,eben so anwendbar auf Mädchen sey.
In allen Töchterschulen, worin Unterricht undArbeit vereinigt sind, empfehle ich vornehmlich,einen Theil des Tages ausschließlich dem Ler-nen zu widmen und dieses durch nichts zu unter-brechen. Man bringt es in einer Sache weit schnel-ler zur Vollkommenheit, wenn man zu Einer Zeit