Druckschrift 
Ein einziger Schulmeister unter tausend Kindern in einer Schule : ein Beytrag zur Verbesserung der Lehrmethode und Schuldisciplin in niedern Volksschulen
Seite
2
Einzelbild herunterladen
 

Fache mancherlei) Versuche anzustellen. Die Zahldieser armen Kinder nahm so sehr zu, daß in sehrkurzer Zeit mehr alS 3a Freyschüler in meinemBuche standen, unter denen aber höchstwahrscheinlichnicht zwcy es wußten, daß allster ihnen beydcnnoch andere Freyschüler in der Schule waren. Ichverwaltete die Schule selbst, doch mit Zuziehungeines Gehülsten. Natürlicherweise verursachten mirdie Bezahlung des Gehalts, der Hansmiethe, derAbgaben, und die Ertheilung der Prämien re.nicht unbedeutende Kosten. Weit ich so viele Kin-der unentgeltlich unterrichtete, wodurch das ein-kommende Schulgeld sehr geschmälert wurde, undweil es ausserdem noch in der Schule und in derNachbarschaft manche andere Gelegenheit und Auf-forderung gab, Wohlthätigkeit zu beweisen: somußte ick auf ein Mittel denken, meine Anstaltauszudehncn und gemeinnütziger zu machen, ohnejedoch meine Ausgaben zu vermehren. Und da fandich denn (im Mittchmmcr ,8or) zwey edle Männer,welche willig und bereit waren, zur Ausführungniemes Plans die Hand zu bieten, Thomas Sturzeund Anton Sterry. Diese hatten es sich schon ausMenschenfreundlichkeit zur Pflicht gemacht, für ei-nige arme Kinder andern Schullehrern das ge-wöhnliche Schulgeld zu bezahlen. Ich beredete sie,statt dessen lieber an einer Subskription für die