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2 (1797) Vom Untergange der alexandrinischen Schule bis Kepler
Entstehung
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291
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Fünfter Abschnitt. 291

Man hatte ihn eben so den Rechten als Ropermkusder Arzneikunde gewidmet. Bestimmungen, welcheWiderstand erfahren müssen, sind die einzig wahren,weil sie die einzig geprüften sind. Sie werden durch dieHindernisse geläutert, das, was bloß Liebhaberei undGrille ist, verschwindet, und nur die natürliche durchden Widerstand vermehrte Neigung bleibt.

§. 2.

Tycho war aus einer vornehmen Familie, dienoch jetzt in Schweden epistirt b). Sein Onkel von vä-terlicher Seite übernahm seine Erziehung, und nachbeendigten Sprachstudium schickte er ihn nach Kopenha-gen, um daselbst die Philosophie zu studiren. ImJahre i§6o erwachte sein Genie bei dem Anblicke einerSonnenfinsterniß. Mit Erstaunen bemerkte er, daßdie Erscheinung in dem vorher bestimmten Augenblickeeintraf. Das Kind bewunderte diese Kunst zu prophe-zeien, und wünschte sich in ihrem Besitze. Er las einigeAbhandlungen über die Sphärik und die Ephemeridenvon Stade, die ec nicht sehr gut fand. Er har unsselbst einige Nachricht von seinen ersten Versuchen hin-terlassen c), und er glaubte mit Recht, daß sie nichtgleichgültig seyn würden. Im Jahre i§6z alsdie große Konjunktion der obern Planeten gegen dasEnde des Zeichens des Krebses oder am Anfänge desZeichens des Löwen eintrat, war er zu Leipzig, wo erseine philosophischen Studien endigte. Er fand so vielVergnügen an der Astronomie, daß er gegen den Wil-len seines Hofmeisters, der von seinen Verwandten Be-fehl hatte, ihn zur Jurisprudenz anzuhaltcn, einigeastronomische Bücher kaufte, die er insgeheim des Nachtssiudirtc. machte sich ohne Hülfe und Lehrer

vermittelst eines schlechten Globus, der etwa wie eineHand groß war, mit den Sternbildern bekannt. Er

l>) Weicller, p. z8?-c) HKron- mstaur. Eelisms».