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2 (1797) Vom Untergange der alexandrinischen Schule bis Kepler
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185
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Zweiter Abschnitt. »85

wird es nicht ungern sehen, hier Bacos Gedanken überdiese Chimäre menschlicher Hoffnungen zu finden. Erstellte nach prolemäus x) als Grundsatz auf, daß dieProphezeiungen nur cintreffen, wenn sie allgemein sind:,die bcsondern Vorhersagungen sind bloß wahrscheinlich.Ihm zufolge behaupten die wahren Astrologen nichts;aber sie untersuchen, wie der Körper durch die äußernUrsachen und durch die himmlischen Einflüsse affizirt, unddie Seele vermöge dieser Veränderung, zu gewissenHandlungen getrieben wird. Sie wird nicht gezwun-gen, sondern nur bewegt und gereizt; so daß sie freiwill, was durch die Gestirne bestimmt ist /). Mansieht hier die Bemühungen der Metaphysik die Freiheitdes Menschen zu erhalten, indem man den Grundsatzeiner trüglichen Kunst, die wirklich den Fatalismus zumGrunde hat, begränzt. Leibm'tz sagte ungefähr dassel-be, als er diese Freiheit mitten in einer Welt erhaltenwollte, wo, seiner Meinung nach, alles aneinander ge-kettet ist, und wo dennoch der Mensch nothwendigeHandlungen frei ausübt. Man hatte seit langer Zeiteingesehn, daß die Sitten größcentheile vom Klima ab-hingen. Baco?.) erzählt, Alexander habe, als erin Asien Nationen von grausamen Sitten gefundenhätte, den Aristoteles in einem Schreiben gefragt,was er mit diesen Völkern machen sollte; der Philosophhabe ihm geantwortet: kannst du die Beschaffenheit derLuft verändern, so laß sie leben, wo nicht, so rotte sieaus. Die Antwort mag wahr ober erdichtet seyn, philo-sophisch war sie wenigstens nicht. Indeß beweiset sie dochsoviel, daß die Wirkungen des Klimas dazu dienten,die Verirrung der Astrologie zu bestätigen. Mansieht, daß Baco hauptsächlich die durch die himmli-schen Einflüsse modifiziere Beschaffenheit der Luft zuließ:dieß war weiter nichts, als die natürliche Astrologie.Er glaubte daran, wie Hippokrates und Galenus,

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X) Ebendas. x> 159.r) Ebendas, x. 248.