selbst zu merken- gelernt hat. Er fängt zunächst mitseinem Psalter an, welchen er Wort für Wort lie»set. Hier muß aber wieder Acht gegeben werden-daß man ihm auf keinen Fall zugebe, daß er zweyWörter zusammen lese, sondern am Ende eines jedenWortes eine Pause mache, als stünde ein Komma da,zwischen, auf diese Weise z.B.: Heil—dem —Man«ne —der —nicht — wandelt — im — Rache — der—Gottlosen u. si w. — Der Vortheil hievon ist au«gcnscheinlich; denn sobald man dem Schüler dieß be»willigt, wird er die Sylben zusammensetzen und dasWort auf einmal aussprcchen, wozu wirklich jederSchüler von selbst geneigt ist. Die einzige Schwie«rigkeit ist, ihn Sylben Und Wörter an Und für sichselbst lesen zu lehren und nicht einen ganzen Satz aufeinmal, wle verschiedene Knaben, die in andernSchulen einige Fortschritte gemacht haben, zn thunpflegen, wenn sie in diese Schule kommen. ZU die«sem Falle machen sie beständige Fehler nicht nur imAnfänge, in der Mitte und dem Schluffe der Wörter;sondern nehmen auch immer ein Wort für das an,dke, lassen Wörter aus und schieben andre nur aufSGerathewohl ein. Um dieser Ursache willen wird eSdem Schüler nie zugestanden, zwey Wörter zusam-men zu fügen, wie man gewöhnlich spricht und lie,set; sondern ihm wird vorgeschrieben, am Ende einesjede« Wortes etwas inne zu halten. Und so wie ervorhin beynt Sylbcnlesen die Sylbe, bey der er nichtfortkommtn konnte, in Buchstaben auflöste, so löst
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