Druckschrift 
D. Andr. Bell's Schulmethodus : ein Beytrag zur Verbesserung der Lehrmethode und Schuldisciplin in niedern Volksschulen ; ein Seitenstück zu Lancasters Schrift: Ein einziger Schulmeister unter 1000 Kindern in einer Schule
Seite
20
Einzelbild herunterladen
 

30

so müssen sie erwarten, daß sie untereine andere Gerichts-barkeil als die der ihrigen und die ihrer Mitschüler gebrachtwerden. Eine Freiheit, auf welche sie nicht minder hal-ten, als jeder andre Dritte auf sein unschätzbares Vor-recht stolz ist, nämlich auf sein Verhör vor dem Ge-richte der Geschwornen Auf diese Weise

geben einige wenige gute Knaben, die zu diesem End-zwecke ausersehen und gewechselt werden, so oft dieUmstände es erfordern, Knaben, die ihre Laufbahnvon Vergnügen, Ehrgeiz und Eigennutz noch nichteröffnet haben, die keine andre Beschäftigung, keineandre Arbeit haben, als nur diesen einzigen Gegen-stand ihrer Aufmerksamkeit werth zu halten, derenGemächer man nach Wohlgefallen leiten und beherr-schen kann, solche Knaben geben der ganzen Schu-le ihre Einrichtung, lehren die Schüler richtig den-ken , mischen sich in alle ihre kleinen Zeitvertreibe undErgötzungen, sichern sie dadurch gegen das Ansteckenböser Deyspiele, sehen zu, daß Einer den Andernliebreich behandle, und machen sie also in ihrer Lagezufrieden und glücklich. Dies ist der allgemeineUmriß des Schulsystems. Zn wie fern dasselbe geeig-net ist, eine unzerstreute und ununterbrochene Anwen-dung hervvrzubringen, darüber kann jetzt der auf-merksame Leser das Urthcil fällen. Er hat das Sche-ma vor sich nebst Len Grundsätzen, auf welchen esruht. Hierauf möge dann auch sein Werth beruhen.Selbst wenn es aus irgend einer Ursache verfehlthätte, einen angemessenen Erfolg hervorzubringen,