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Agostino Steffani, Bischof von Spiga i. p. i., apostolischer Vicar von Norddeutschland : 1709 - 1728
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Pater aus Straßburg zusammen, der in gleicher Absicht zu Gunstenseines Ordens dahin gekommen war, von der Markgräfin aber nichtvorgelassen wurde.Bei Tisch," schrieb jener an den Bischof,hat erdie Gesundheit zu trinken begonnen auf den Fortgang aller, welche etwaszu suchen haben. Er sagte mir, er wolle in meiner Sache eine heiligeMesse lesen. Antwort: der Pater thue es, daß Gott der Gerechtigkeitbeistehe, und anderer auswärtiger Katholiken Oberhaupt beschütze, daßseine Lebensmittel ihm nicht ungerechter Weise entzogen werden, und ernicht gezwungen werde, seine Schafe zu verlassen. Alle, die gegenwärtigwaren, sperrten Mund und Ohren auf und verstanden nicht. Der Paterverstand es wohl und begehrte keine Erläuterung."

Der Bischof war alt und gebrechlich genug, so daß er daran dachte,seinem Nachfolger die Wege zu bereiten. Noch in Italien hatte er eineschwere Krankheit durchgemacht. Er benutzte die Gelegenheit des Jahres-wechsels von 1726/27, um vom König für seinen Nachfolger im aposto-lischen Vicariate günstige Zusicherungen zu erhalten. Daß er bei denMinistern darin das Seinige that, ist selbstverständlich. Allein der König,der ihm in seinen persönlichen Wünschen gern nachgab, that es hierinnicht. Er antwortete ihm sehr freundlich, aber in dieser Sache vollständigablehnend st. Obschon der Reichs-Vicekanzler für die Missionare zu Han-nover, Celle und an einem dritten Orte die oben genannte Stiftunggemacht hatte, so kam dieselbe doch noch nicht gleich zur Ausführung.Der Stifter forderte das Präsentationsrecht der betreffenden Geistlichenu. a. m., so daß die Sorge für dieselben den Bischof noch fortwährenddrückte. Zudem war mit dem Tode des Cardinals von Sachsen dessenUnterstützung in Ausfall gekommen.Ich weiß nicht, wozu ich hier bin,ich muß alles der göttlichen Vorsehung anheimgeben," klagte er deshalbdem Kurfürsten von Mainz.

') v. Schönburgisches Archiv zu Wiesentheid, Korrespondenz mit dem Kurfürsten vonMainz.Georg v. Gs. G.rc. Hochwürdigcr rc. Wir danken ihm für feinen guten uns ange-nehmen Wunsch zum neuen Jahre und wie wir an denen Widerwärtigkeiten, die den H.Bischof bisher sowohl was seine Gesundheit nntanget als sonst betroffen, mitlcidentlichcnTheil nehmen, also werden wir uns erfreuen, zu vernehmen, daß es damit im bevor-stehenden Jahr ein völliges Ende nehmen und der H. Bischof in den Stand sich gesehetsehen möge, daß er seine Tage in Ruhe und Vergnügen zu Hannover zu beschließen ver-mögen und Belieben erlange. Was wir dazu beitragen können, daran soll es nicht fehlen,und wir scyn niit Fleiß darüber aus. Einem anderen aber zu »erstatten, was wir dem H.Bischoffc aus bloßem personellen sgnrä für denselben und ohne einige odliZnticm unterder Hand nur connivierungsweise gönnen, und solches auf einige Weise zur vonssgnsmekommen zu lassen, ist wegen unüberwindlicher Bedenklichkeiten uns nicht möglich, deswegenwir mit weiterem Anmuthen desfalls verschont zu werden erhoffen und verbleiben rc."