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Antrieb Sr. Majestät, und ich kann mir nicht einbilden, daß es gut sei,wenn der Nuntius glaubt, Einzelne aus Ihrer Gemeinde hätten uns anden Eid erinnert." Von dem französischen Gesandten und von einemLondoner Minister hatte von Görtz vernommen, in Paris sei abgemacht,daß der Bischof von dort eine Pension beziehen solle. Man that Schrittein Hannover, um den Bischof in den Besitz dieser Pension zu setzen, dieangeblich 1000 Thaler betrug. Im September 1725 waren alle Priesteraus Hannover wieder verwiesen, nur einen duldete man als Kaplan desösterreichischen Gesandten. Hortensio Mauro starb in dieser Zeit.
Ende September war der Bischof in Venedig, um die von der Pro-paganda ihm ausgesetzte Summe beim dortigen Nuntius in Empfang zunehmen und die Alpen zu übersteigen. Mitte October konnte er demKurfürsten von Mainz einen Besuch abstatten, und am 25. October warer wieder in Hannover.
Hier wurde er wie ein alter Freund überall herzlich begrüßt. „Ichhabe den König gesehen und mit ihm gespeiset," schrieb er am 25. No-vember an den Mainzer Kurfürsten. „Er hat mich so freundlich ausge-nommen, daß es Allen auffiel. Meine Hoffnungen sind nicht weniggewachsen, daß ein Abkommen getroffen wird, so daß unsere Religion fürdie Zukunft keinen Schaden nehmen kann; aber es ist Zeit dazu noth-wendig." Trotzdem, sagt er, würde er Padua nicht verlassen haben, wenner den elenden Zustand und die Unordnung gekannt hätte, in welcher erdie Mission zu Hannover getroffen. Um da Abhülse zu schaffen, habeer die Freundschaft des Ministers von Bothmar nöthig, und um deret-willen bat er den Kurfürsten, am kaiserlichen Hofe für den Neffen diesesMinisters mit Empfehlungen zu dessen Gunsten einzutreten, was auchgeschah. „Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon," dasWort wandte er auf diesen Fall an. Seine besten Freunde waren vonGörtz und von Bernstorff. Er könne sich auf sie mehr verlassen, wie aufsich selbst, meinte er (Brief vom 16. December). Auch für den ersternsuchte er des Kurfürsten Fürsprache in Wien. Derselbe verlangte denTitel eines Reichsgrafen. Als er ihn erhalten, bat der Bischof für ihnum Herabsetzung der Taxen. Zwischen dem König und dem Kaiserbestand damals nicht das beste Verhältniß. „Ich bin ganz genau unter-richtet über dasjenige, was zwischen dem Kaiser und dem König vonEngland augenblicklich vorgeht," verrieth er dem Kurfürsten, „ich bindarüber in Verzweiflung. Denn wenn nicht bald ein gutes Einvernehmenzwischen beiden hergestellt wird, so bleibt der Schaden für das Reich undunsere Religion nicht aus. Die beiden genannten Freunde sind nichtSchuld daran. Sie sind aber auch die einzigen, alle andern Ministerthun, was sie können, um die Feindschaft dauernd zu machen."