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Feld erhalten haben, um Ihrem Eifer für die Religion freien Lauf zulassen."
Der erste Fürst, dessen mögliche Conversion in's Auge gefaßt wurde,war der Herzog von Mecklenburg. Die Vermuthung beruhte zunächstauf dessen Absicht, mit einer österreichischen Erzherzogin sich zu vermählen.Johann Wilhelm hatte gehört, daß derselbe wiederholt erklärt habe, er-werbe in diesem Falle den katholischen Glauben annehmen. Der Bischoferhielt vom Kurfürsten den Auftrag, in der Sache zu arbeiten. Alleinderselbe erfuhr, daß die Prädicanten am Hof und im Lande, als siedavon Kenntniß erhielten, sich dem Herzog zu Füßen geworfen und ihnmit Thränen in den Augen bestimmt hätten, die Absicht aufzugeben.Wenn man in Wien einer solchen Verheirathung geneigt sei, so wäre esbesser, meinte der Bischof, an den jüngsten der Brüder des Herzogs zudenken, den Prinzen Ludwig, der von Natur wohlwollend und ein Freundder Katholiken sei, zumal die herzogliche Linie durch dessen Descendenteuwahrscheinlich sortgepflanzt werden würde*).
Wie sehr man damals solche Convcrsionen protestantischerseits fürmöglich hielt, geht u. a. auch daraus hervor, daß mau davon redete, derKönig von Dänemark wolle katholisch werden, und zwar fürchtete mandies bloß deshalb, weil er einen katholischen Agenten nach Wien gesandthatte 2). In katholischen Kreisen ging sogar das Gerücht, der Könighabe den General der Jesuiten gebeten, einige Patres der Gesellschaftnach Dänemark zu senden, was Steffani nicht für unmöglich hielt, weildort bereits viele seien.
Von dem Landgrafen von Hessen-Darmstadt erfuhr der Bischof inHannover, daß er schon vor Jahren beschlossen habe, katholisch zu werden,woran ihn nur seine verstorbene Gemahlin gehindert habe^). Er ver-langte nach der Stelle des Obergenerals der Reichsarmee. Diesen Um-stand, meinte der Bischof, möge der Kurfürst benutzen, um einen Gesandtennach Darmstadt zu senden, der die Sache seiner Conversion fördere. Beiseinem Aufenthalt in Hannover hatte er einen Katholiken in seinem Ge-folge, den er sehr liebte.
Der katholische Baron von-Nomis zu Hannover mußte in desBischofs Namen mit dem Landgrafen reden, wobei der Erstere zu bemerkenglaubte, daß er sehr auf die geistigen Beweggründe zu einer Conversiongehorcht habe. Der Bischof gab Johann Wilhelm den Rath, ihn nach
') Brief vom 16. Decembcr 1709. Hann. St.-A. Correfpondenz des Bischofs vonSpiga mit Joh. Wilhelm von der Pfalz.
Der Bischof von Spiga an Johann Wilhelm 24. Februar 1710 a. a. O.b) Desgl. 4. Juli 1711. Das.