— Kann er das nicht noch einmal wieder thun?er ist doch unser bester Bundögenoß.
Ja, wenn wir den edlen Grafen Friedrich St.wieder hätten aufwecken können, gewiß sähe es an»ders aus im deutschen Reiche. Dieser Leisetreter,der das Glück zu beschleichen meint, wird dengefährlichen Wolf nicht lange an den Ohren haltenkönnen. Lieber Graf, diese feine Diplomatik wirdimmer dummer, je mehr sie mit Listen zu erwindenmeint : es gehört ein gutes Stück Tugend dazu,ein grader und muthiger Mann zu seyn.
Was ich Ihnen in meinem vorigen Briefeüber die Stimmung des preußische» Volks und übsrdie Ansichten, die hier über Deutschland und überdie deutschen Angelegenheiten herrschen, geschriebenhabe, kann ich hier wiederholen. Die Preußenhaben schon seit Jahren einen neuen, einen höherren S«nn angezogen. Sie fühlen, daß sie nur alsDeutsche groß werden und groß bleiben können,und haben zugleich in dem herrlichen Freiheitskriegedie Ehre fühlen gelernt, daß es denen, welche allevom Sklavenjoche gerettet haben, am meisten gerziemt als Wächter des Reichs auf der Vorhut zustehen. Es scheint jetzt unzweifelhaft, daß Preußenden größten Theil der jenseitigen Rheinlands inBesitz nehmen und in künftigen Reichskriegen di»umwohnenden kleineren Fürsten unter seine Flügelnehmen wird ; das Land zu zerstückeln oder vollendskleine und schwache Fürsten, gar den König von