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Die Lebensbeschreibung der Bischöfe Bernward und Godehard von Hildesheim
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Bernward's Leben.

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erforschte er schon in zartem Alter in wunderbar scharfsinnigerBetrachtung und unermüdlichem Fleiß das Innere der göttlichenLehre. Theils beim gemeinschaftlichen Unterrichte mit allen übrigen,theils mit denen, die er als die eifrigsten in heiliger Betrachtungerkannt und vertraulich bei Seite genommen hatte, prüfte er durchaufgeworfene Fragen alles, was ihm Zweifel erregte bis auf denGrund,. und nahm wie eine kluge Biene die einzelnen Unterrichts-gegenstäude, die ich in der Schule nach verschiedenen Büchernauseinandersetzte, von seinem entfernten Platze ans mit gespanntesterAufmerksamkeit in sich auf. Nachher, wenn er unter den Knabensaß, lehrte er sie alles, was er durch ersprießlichen Diebstahl mirentwendet hatte, und prägte es ihrem Geiste ein.

Ich nahm es mit dankbarem Gemüthe ans, daß der Knabein ersprießlicher Entwendung meines Unterrichts solchen Eiferbeweise, und ließ um so sorgfältiger mir angelegen sein, seinenGeist.zur Wissenschaft der wahren Lehre anzuregen. Um so lieberweihte ihn deshalb der verehrnngswürdige Herr Osdag, der durcheine Borahnung seiner Verdienste seine künftige Größe schonvoraussah, zum Exorcisten, und ermahnte mich sorglich, fort undfort ans ihn Acht zu haben. Ich nahm ihn auch zuweilen mitmir, wenn ich in Geschäften des Herrn Bischofs das Münsterverließ, um seinen Geist, den ich unter zahlreichen Schülern nichtunterscheiden und nach Wunsche prüfen konnte, in ihrer Abwesen-heit mit. besonderer Aufmerksamkeit schärfer und sorgsamer zudurchforschen, und fand ihn auf wunderbare Weise mit buntemFarbenschmuck der Tugenden über seine Jahre bekleidet. Dennhäufig brachten wir den ganzen Tag, während wir ritten, mitwissenschaftlichen Uebungen zu, indem wir bald eine nicht wenigerumfangreiche Lektion lasen, als. wenn wir in der Schule dazuMuße hätten, bald dichtend unterwegs uns am Versmaß ver-gnügten, dann wieder unsere Uebnng in die Palästra der Prosaversetzten, zuweilen einfach den Inhalt des Gelesenen erörterten,häufig mit künstlichen Vernünftschlüssen uns abmühten. Er setztemir oft, ohne aber je den Anstand zu verletzen, mit scharfen, aus