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Die Lebensbeschreibung der Bischöfe Bernward und Godehard von Hildesheim
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Vorrede.

UM seine bischöfliche Stadt. Er sorgt für die Armen undKranken, entscheidet die Rechtshändel; Kunst und Wissenschaftverdanken ihm ihre Pflege, ja, er ist selbst Gelehrter undKünstler, der erste Erzgießer seiner Zeit, und die Kunst-geschichte weiß fast noch mehr von ihm zu erzählen, als diepolitische oder die Legende.

Es ist erfreulich, daß eine so eifrige, rühmliche Tätig-keit in würdiger Form von einem Augenzeugen uns beschriebenwurde. Der Sachse Thangmar, dem wir sie verdanken, warPriester an der Hildesheimer Domkirche, nachmals unterBernward's Regierung Dekan. Sein Leben war, wie er selbstschreibt, der Erziehung der Knaben gewidmet, und mancheausgezeichnete Männer, wie der spätere Bischof Benno vonMeißen, verdankten ihm ihre Ausbildung. So wurde ihmauch Bernward übergeben, dem er zuerst als seinem Schüler,dann als seinem Bischöfe mit wärmster Liebe zugethan undstets so innig vertraut blieb, daß er später schreiben durfte,es habe ihm keine That, kein Gedanke Bernward's in dessenganzem Leben entgehen können. Er berichtet nicht blos alsAugenzeuge, sondern er greift auch in die erzählten Ereignisseselbstthätig ein, besonders in den langen, heftigen Streitzwischen der Mainzer und Hildesheimer Kirche um dasGandersheimer Stift. So zieht er im Jahre 1000 demErzbischöfe Willegis nach Gandersheim entgegen, um ihn vonder Weihe der dortigen Kirche abzuhalten, und begleitet zuEnde des Jahres seinen klagenden Bischof nach Rom. ImAugust 1001 vertritt er ihn ans der Frankfurter Synode,und im folgenden Winter finden wir ihn sogar in Ita-lien, mit einer Gesandtschaft an Kaiser Otto III. und