5O2 Eap. VIII. Von Sonett.
als dis Sache von ihm entfernst, so wäredas Bild grösser als sie. Nun stelle sich ei-ner vor, das Bild welches viel kleiner alsdie Sache, sey die Sache, welche Strah-len ins Glaß wirfft, und die gebrochenenStrahlen, dadurch es formiret wird,warendie einfallenden; so ist klar, daß die einfal-lenden Strahlen die gebrochenen werdenund sie demnach mit einander sich indemOrte vereinigen würden, wo die Sache ist,folgends würde die Sache zum Bilde undwäre demnach das Bild um so viel grösserals die Sache, als in den gewöhnlichenVersuchen die Sache grösser ist als dasBild.Dieses ist der wahre Grund derVer-grösserung und eben dasjenige, welches zurErfindung Anlaß gegeben hat, woferne dieZauber-Laterne nicht durch blosses Versu-chen, sondern durch Nachdencken erfundenWas hiev worden. Es ist aber in dem Versuche mitbesonders der Zauber- Laterne etwas merckwürdige-zu er- res , darauf man acht haben muss, als«egen dasjenige, ^as von den Farben angemer-cket worden. Das grosse Bild ist dem ge-wählten ähnlich , unerachtet es gar vielmehr Raum einnimmet. Man solle mei-nen, wenn die Strahlen, welche von einemPunctedes Bildes ausgegaugen sind, sichnach geschehener Refraction aufderWandwieder mit einander vereinigten, zwischenzwey und zwey Puneten ein Raum ver-