Druckschrift 
Dritter Theil (1729)
Entstehung
Seite
458
Einzelbild herunterladen
 

458 VN. Von Threren.

dieLufft in den kleinen Lappen kommenkon-te, die hernach durch die kleineren Aeste, indie er sich innerhalb demselben zertheilete,sich weiter ausbreitet. Und demnach warklar, daß, wenn nur derselbe Ast verbundenwürde,keine Lufft aus dem Lappen kommenkönnte, die einmahl darinnen ist. Ichschnitt nach diesem ein kleines Stück vondem kleinen Lappen und befand es ebenso.Ja von diesem Stücke schnitt ich noch einkleineres ab und fand es auch nichts anders,«erstich Ich nahm demnach ein Stücklein Lungeund band es oben, wo der Ast von derLufft-Lufftlee- Röhre hinein gieng, mit einem BindfadenrenRau- feste Zu und hieng es vermittelst einerme. Schleiffe an dem Bindfaden unter einergläsernen Glocke auf,damitich vermittelstder Lufft-Pumpe die äussere Lufft wegpum-pen konnte. Als ich dieses that, so gab sichdie Lunge immer weiter von einander alswie vorhin, wenn die Lufft hinein bließ. Undhieraus war zur Gnüge klar, sonderlichwenn man sich auf den Versuch mit derBlase (§.8s.'U.H. Lxper.) besinnet, daß in-nerhalb der Lunge überall viele Lufft seynmüsse, die sich ausbreitet und die Lunge auf-bläset, indem der Druck der äusseren durchVerdünnung gemindert wird. Inden; ichwieder Lufft von neuem hinein ließ; fiel dieLunge wieder zusammen und es war eben soviel, als wenn mit ihr keine Veränderung

von