?8 Oap. II. V-tt dem Schalle
bewegen kan, wenn er ihn nicht berühret (§.608. lVler.): hier aber beweget eine Saitedie andere, ohne daß sie dieselbe berühret,und dieses ist keine zureichende Ursache.Wollen wir aber sagen, daß die Saite,welche gerühretwird , die andern mchtbe-wege; so scheinet gar keine übrig zuverblei-ben. Alle diese Schwierigkeiten werdengehoben , wenn wir die Sache nach denvorhergehendenGründen überlegen.Wenneine Saite klinget , so verursachet sie eineBewegung in den Lasst- Theilen, die einerErschütterung gleich ist (§.lv.). DieseLufft stöffet an die andere Saite, die, weilsie mit der vorigen von einer Länge undDicke, auch gleich gestimmt ist, einersoi-chen Bewegung fähig ist, als die vorige.Da sie nun in eben eine dergleichen Bewe-gung wie die andere gesetzet wird: so be-greifst» wir nicht allein, wie es zugehet, daßdiese Saite mir der vorigen zugleich klinget,sondern lernen auch dabey, daß die Lufft ei-nem Cörper, der einer solchen Bewegungfähig ist, wie derjenige hatte, der sie in ei-ne Bewegung gesetzet , indem der Schallerreget worden, auch dieselbe Bewegungmittheilet, und folgends die Art der Bewe-gung haben muß, die der Cörper har, durchden der Schall erreget wird. Und ebendiese Bmandniß hat es, wenn unterweilenGläser, die frey an einem Om stehen, an-
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