Druckschrift 
Vernünfftige Gedancken Von Gott, Der Welt und der Seele des Menschen, Auch allen Dingen überhaupt
Seite
130
Einzelbild herunterladen
 

Mas vo»dem,so wirgehöret.

Was vondem Gernche, Ge-schmackund Füh-^len.

Was Ein-bildungensind.

Was die

Eiiibil«

Lungs-

Äeast.

Wie Ein-

büdunM

i za Das z. L. dev Seele üderh

ren,Grossen und Stellungen, als dieHarbesich wieder vorstellen.

§. 2gq. In den Worten ist mehrDeuk-'

lichkeit als in einem andern Schalle, dennwir kennen eine Sylbe vor der andernMwohl unterscheiden, da wir hingegen inei-nem andern Schalle nichts unterscheiden.Daher kennen wir auch Worte und Redenuns besser verstellen, die wir gehöret, als ei.neu anderen Schall, darinnen wir nichtszuunterscheiden gewust. Eben so wird manbestnden, daß man vok einer Music, die mangehöret, sich nicht mehr vorstellen kan, alswas Deutlichkeit hat. Da nun einer, derdie Music verstehet, diese mehreinsiehet, alsein anderer; so kan er sich auch dieses besserals ein anderer wieder verstellen.

§. 2g4> Hingegen da bey dem Gerüche,'dem Geschmacke und dem Fühlen selten et-was weniges von Deutlichkeit ist; so kan,man auch von demjenigen, was durch dieseFinnen begriffen worden, sich wenig odergar nichts wieder vorstellen.

§. 2g;. Die Vorstellungen solcher Din-ge, die nichtzugegen sind, pfleget man Ein-

krldungen zu nennen. Und die Kraft der

Seele dergleichen Vorstellungen hervorz»-bringen, nennet man die LmbildttligS'Arafr.

§. 2g6. Weil die Einbildungen nicht al-les klar vorstellen, was in den Empfind»»'

gen