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Anderer Theil (1728)
Entstehung
Seite
536
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werden. Wenn man blaue Violen mitSchwefel beräuchert/so werden sie weiß.DeeSchweftl-Dampf dringet in die Zwi-schen-Räumkcin der Violen ein und da-durch gehet die blaue Farbe weg. Es müs-fen also hierdurch die Theile, welche dasblaue Licht reüeLUren und rekinZiren,geändert werden, indem sich der Schwefel-Dampf zu ihnen gesellet (§. 164). Hithergehöret das Kunst-Stücks, dadurch un-wissende inVerwundrrung gesetzel werden.Man nimmst Silber, das im Feuer nichtgnlauffst und lässet durch einenGoldfchmidkein Silber-Loth;u bereiten, das ihm anFarbe gleich kommet, aber im Feuer an-laufft und schwach wird. Von dem Sil-ber lässet man rundte Stücken wie einenGroschen ausfchneiden und mit dem Lothegewisse Buchstaben, oder auchWörter hin-ein lochen. Weil nun das Silber und dasLoth einerley Farbe haben, so kan man dieSchrifft nicht sehen: Der Pfenning siehetüberall weiß und ungepräget aus. Sobaldman ihn aber auf glüende Kohlen leget,iaufft das Loth schwach an und das Silberbleibet weiß. Derowegen kommet eineschwache Schrifft zum Vorscheine, die umso viel schwächer wird,je länger man sie aufdem Feuer liegen lässet. Es hat eben dieBewandnis, wie vorhin mit der sympathe-tischen Dinte. Weil nun aber die schwac-he

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