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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
Entstehung
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rung war hierzu berechnet und geformt. Das Profil des ganzen war kugel-oder keilförmig, und die Matrizen der Verzierungen konnten, ihrem Standorteund ihrer Lage nach, nicht hinderlich wirken, weil sie mit ihren Erhaben-heiten nach derselben Richtung sich hinneigten, in welcher das Gefäfs aus demModell genommen wurde. Das einzig Beschwerliche wäre der Fufs des Ge-fafses gewesen; doch dieser ward später angesetzt und nachgeformt, welchesdeutlich bei dem Aeufsern demselben an dem umgebogenen Rand und derunscharfen Vertiefung gegen den Bauch und dem Ansätze, so wie an derjedesmal in den frischen Thon defselben eingedrückten Haut der Finger, zu sehenist. Bei einigen Gefäfsen scheint der vertiefte Kreisring im Fufs eingestampftund nicht eingedrückt zu sein, z. B. Tab. XXVU. Fig. 2. Waren die Gefäfseaus der Form, so kamen sie wohl zur Formung des Fufses und sonstigerNachhülfe nochmals auf die Drehbank, woselbst sie die Ringe theils amuntern Rande erhielten, welche im Gegensatz mit den erhabenen Verzierungenvertieft auf der Oberfläche derselben vorkommen, und den Beweis geben, dafsdiese Gefäfse auf der Töpferscheibe ihre vollendete Form erhalten haben.Ueber die Verzierungen selbst etwas Erklärendes zu sagen scheint überflüfsig;die Zeichnungen dieser Tafein sind so meisterhaft und treu dargestellt, dafssie sich von selbst erklären, zumal keine dunkle mythologische Darstellungendarauf vorkommen. Da es bei diesen Vorstellungen mehr auf die Verzie-rungen ankam, so sind die Bildwerke mit der Fläche, worauf diese erscheinen,entwickelt und sonach die Darstellungen in gerade ebene Flächen undunverkürzte Figuren und Formen verwandelt und als solche gezeichnetworden; auch sind zur Raumersparnifs nicht die vollständigen Bruchstückeauf Tab. XXVI. XXVII. gezeichnet, indem wie bemerkt, die Formenfast durchgängig übereinstimmen, sondern allein nur die verzierten Flächen.Uebrigens sind fast alle auf diesen Tafeln dargestellte Gefafsstücke sogrofs vorhanden, dafs, wie schon gesagt, mit Gewifsheit auf die Form der Ge-fäfse geschlofsen werden kann; daher denn nun die Angabe der Gröfse fol-