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nach den hohen Kanten stellet. Diese Verstärkung der sonst leicht möglichenVerbiegung des Schafts, beweifst mit dem Vorhergehenden noch mehr, dafsdieser Schlüfsel zu einer gleichen Schlofseinrichtung, wie die auf der vorher-gehenden Taf, Fig. i. erwähnte gehört haben mufste. Ferner ist zu bemerken,dafs der zugehörige Schlofsriegel in seiner Form, zwar eben so gestaltet ge-wesen sein konnte, wie Aehnliche unter Fig. 7. 8« 9- 10, vorkommen; alleinstatt der Durchbrechungen, wie bei Fig. 10. wo die Löcher neben und hintereinander folgen, mufste hier der Schlofsriegel in der Form des Barts und seinenfünf Zähnen, mit fünf Löchern durchbrochen gewesen sein. Der Handgriffdieses Schlüfsels ist platt und so lang, dafs eine starke Mannshand beim An-greifen Platz genug findet den Schlüfsel zu handhaben. Statt der Schlüfsel-ringe bei den jetzt üblichen Schlüsseln, ist an diesem alten unten ein kleinesrundes Loch befindlich, wodurch vielleicht ein Eisenstäbchen hindurch gestecktwerden konnte, um mit- mehr Kraft den Schlüfsel zu regieren. Der Gröfseund Stärke nach gehörte dieser Schlüfsel zu einem bedeutend grofsen Schlofseund dieses vielleicht zum Verschlufs eines der innern Thoren des Kastells;sein Schaft ist lang genug, um durch die dickste Diele zu reichen.
Fig. 2. hat zwar dem ersten Ansehn nach, mit Schlüfseln nichts gemein,doch aber kann auch hier wieder nichts anders als ein Schlüfsel vermuthet werden,wenn wir die im Kastell aufgefundenen gröfsern Schlofskasten und ihre theilssehr tiefe Form im Verhältnifs ihrer Breite betrachten, insbesondere abereinige daselbst vorfindliche Schlofskastenbleche mit Schlafseilöchern, welcheein sehr längliches Oblong bilden, wie z. B. Tab. XX. Fig. 1. Hier lafst sichmit Gewifsheit auf eine dritte Art von Schlöfsern und dazu gehörigen Schlüfselnschüefsen. Fig. 2. hat überdem noch die Form eines sogenannten Dietrichs,und die beiden nach einer Seite hin und rückwärts gekehrten, 1 Zoll langenZinken, lafsen sich füglich als Bart eines Schlüfsels dieser dritten Art, betrach-ten. Bei der besondern Tiefe mancher Schlofskasten ist ohnehin anzunehmen,dafs die Schlöfser, wozu diese abweichende Schlüfselart gehörte, etwa so ein-