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muthet, weil auch die vexillarii hier keine Veteranen sind. Ich lese und erklaredie Inschrift, wie folget: In honorem divinae domus Bajoli et Vexillarii CollegioVictoriensium signiferorum Genium de suo fecerunt Villi. Kai. Octobr. Praesenteet Albino Coss. Heredes XIIIL de suo restituerunt. „Zur Ehre des göttlichenHauses haben die Träger und Fahnenjunker dem Vereine der Zeichenträgeraus Victoria den Genius errichten lafsen am 23. September 246. n. C. G, — i/ tErben haben ihn auf eigene Kosten wieder hergestellt." Man sieht aus dieserErklärung, dafs die letzte Zeile ein späterer Zusatz der Wiederhersteller ist,obwohl ich noch wegen der Erklärung des H. XIIIL in Ungewifsheit bin.Weil es ein Verein von Zeichenträgern war, dem der Genius errichtet wurde,so müfsen unter den Vexillarier'n, die ihn errichteten, nur Fahnenträger ver-standen werden; mithin sind Bajoli nichts weniger und nichts mehr, als wassie immer bei den Römern waren, die Träger von Lasten, hier wohl vor-züglich der Kriegskafsen, und anderer zum Stabe gehörigen Sachen."
Dafs das auf dieser Inschrift erwähnte Victoria in Britanien, und nichtbei Neuwied gelegen habe, bemerkte ich schon Seite 7. Eine Seltenheit bleibtbei diesem Denkmal, dafs nicht allein das Jahr, sondern auch der Tag derErrichtung defselben angegeben ist, welches meines Wifsens auf öffentlichenMonumenten selten vorkommt. Die beiden andern Inschrifttafeln des Geniusnennen uns nur Namen, die weiter nichts Merkwürdiges darbieten; Dagovassus(vielleicht Degenfest wie Hoffmann meint) und Aturo darunter, scheinen nichtrömischen Ursprungs zu sein.
Der Genius wurde im Juli 1791 in dem Abzugskanal des Praetorium«gefunden, und sein Erscheinen eröffnete die ganze Ausgrabung.
Die Inschriftplatten sind geschlagen und der Genius hohl über den Kerngegofsen. Die sehr schlechtgeformten Buchstaben, im Vergleich zu der Arbeitdes Genius, welcher ohne Zweifel einem frühern Jahrhundert angehört, unter-stützen Grotefends Annahme, dafs der Genius alter ist und die Inschriftenvon spätem Wiederherstellern gemacht sind. Das doppelte Füllhorn ward in
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