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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
Entstehung
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des Wohlstandes und des Blühens dieser wahrscheinlich nicht unansehnlichenNiederlafsung erkennen wird, welche nur im Laufe von Jahrhunderten, beivollkommner Ruhe und Sicherheit entstehen konnte. Wollte man vielleichttadeln, dafs auf den mitgetheiken Tafeln, Abbildungen vorkommen, welcheman hin und wieder schon in andern Werken findet, so fühle ich mich ver-anlafst, diesem Vorwurf zu begegnen. Ich glaube nämlich, dafs wir in unserervaterländischen Alterthumskunde allein dadurch Licht bekommen können, wenndie Sammelwuth, welche aus allen Gegenden des In- und Auslandes, — ohneauf die Fundorte zu merken,—Alterthumsgegenstände auf einanderzuhiiufenbemüht ist, nachlafst, und man für Lokalsammlungen Sorge trägt, solcheauch durch Abbildung und Beschreibung bekannt macht, ohne gerade Wie-derholung zu fürchten. Wenn auf diese Weise recht viel Material — grofsesund kleines—zusammengetragen ist, dann möchte es erst Zeit sein, durchVergleichung Alles Vorhandenen, durch Combination, Schlüfse und Folgerungen,ein allgemeines System aufzuführen.

Dafs unser Kastell im 3ten Jahrhundert noch, blühend war, und diedafselbe bewohnenden Krieger ihren Göttern noch Standbilder setzten, beweisendie Inschriften, welche eben dadurch, dafs sie das Jahr ihrer Aufrichtung mitanzeigen, hohe Wichtigkeit erhalten.

Ich beginne mit dem,

A. Was sich aus Metall

vorgefunden, und hierunter mit den Münzen, als vorzüglich wichtig und

folgerungsreich.

a. Römische Münzen, welche seit dem Jahre 1791 in Victoria

selbst und defsen nächster Umgegend gefunden sind, und in

der fürstlichen Sammlung zu Neuwied aufbewahrt werden.

Das Münzverzeichnifs, welches von dem jetzigen Oberaufseher der Alter-

thümer, Archivrath von Knopäus entworfen, und von mir nochmals genau