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hinter Biber begannen nun 1791 die ersten geregelten und eifrigen Nachgra-bungen, welche die Frau Fürstin Mutter in Neuwied, durch den Ingenieur-Hauptmann HofFmann veranlafste, welche seit 1820 durch den Profefsor vonKnopaus fortgesetzt werden, und deren Resultate bis zum Jähre 1826, ichnunmehr dem Vaterlande hier mitzutheilen Willens bin.
Diejenigen, welche nur stets nach Italien und Griechenland ihr Augerichten, ihre Forschungen hinlenken, und das vaterländische Alterthum sonebenbei abzumachen geneigt sind, diese werden die Gegenstände, welche hierabgehandelt werden sollen, für Kunst und Mythologie als unwichtig betrachten;es sei ihnen aber zur Beschwichtigung dasjenige in das Gedächtnifs zurückgeführt, was unser Heyne darüber gesagt: „Wenn die (in Victoria) aufgefun-denen Sachen sich nicht mit den Ausgrabungen in Rom und Athen vergleichenlafsen, so haben sie dagegen einen andern hohen Werth für uns, weil sie vomPrivatleben der Römer, besonders ihrer Kriegsvölker, und den Anstalten ihrerStandlager in diesen Gegenden zeugen; aber auch Zweitens, wenn sie mitbeurtheilender Einsicht ihres Gebrauchs, ihrer Materie und der Bearbeitungderselben, also in Beziehung der Fabrikation, betrachtet und beurtheilt werden,wodurch wir die Spuren von den ersten Anfängen der befsern Cultur derDeutschen kennen lernen, die sie durch das Leben der Römer, ihr Gerätheund die Werkzeuge erhielten, mit denen sie sich alles endlich selbst verschaffenkonnten, mit Anwendung eigener Kräfte und Hiilfsmittel."
So beurtheilte Heyne schon im Anfange des Jahres 1812 diese Ausgra-bung, zu welcher Zeit man noch nicht die interefsantesten Kunstgegenständegefunden und vollständige Aufnahme der Gebäude u. s. w. angefertigt hatte.
Nachdem uns Tab. I. mit der Lage von Victoria und der Gegend umNeuwied, dem sogenannten Neuwieder Kefsel, sowohl auf dem rechten alslinken Rheinufer bekannt gemacht hat *), führt uns Tab. II. in den innern
*y Wohl beachtungswerth erscheinen, in der Umgegend unsres Kastell» mehrere Dorfnamen;