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7,1 (1886) Reinlichkeit - Schiller
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Reiseunterstiitzuilg.

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tragen besser, als an jeder Quelle nippen. Leide dich! Baden kaum zu raten;wenn ja, mit großer Vorsicht. 10. Zeitig ins Quartier. 11. Kann es sein, ein Stroh-lager mit einigen Decken. Große Gasthöfe lassen sich nicht darauf ein. Schon darumgute bürgerliche Wirtshäuser zur Herberge vorzuziehen. Alle beisammen, Lehrer mitdabei. 12. Ist alles zum Schlafen gerichtet, auf und ein kurzes Abendgebet. Damitnieder. Kein Wort mehr. Im Notfälle strenge Polizei. Wer mit Geschwätz oderPossen die Ruhe stört, steht 5 bis 6 Minuten Schildwache. Das, streng gehandhabt,hilft. Urobatum est. V. Strebe! f sSchradcrs

Rciseuuterstiitzrmgen an Lehrer. Als führt Homer den Helden

seiner Odyssee ein, als den vielgewanderten und darum gewandten, als den weit umher-getriebenen und deshalb geriebenen, als den von Wind und Wellen wie in den Wechsel-fällen des Lebens verschlagenen Mann. Je enger der Gesichtskreis eines Volkes, jenaiver seine Vorstellungen von der Weite der Welt, desto wunderbarer erscheint ihmder Mann, der keck und kühn jene Grenzen überschreitet, im Kampfe mit unbekanntenMächten sich bewährt und als Sieger zurückkehrt, umflossen vom Zauber der Fremde.Zeigt daher schon jenes Heldengedicht, welcher Einfluß auf die Entfaltung der persön-lichen Eigenschaften von den ältesten Zeiten an einer Reise in der Welt zugeschriebenwurde, so giebt uns das, was die Alten von den Reisen eines Herodot, Plato, Pytha-goras u. a. erzählen, den Gedanken an die Hand, daß wir in wissenschaftlichen Reisenfür die Verbreitung der Kultur im allgemeinen und für die Bildung eines ganzenVolkes einen direkt und entscheidend wirkenden Faktor sehen dürfen. Nicht bloß umihre Kenntnisse in sprachlicher und geschichtlicher, in politischer und geographischer Be-ziehung überhaupt zu erweitern und so sich die Vorteile zuzuwenden, welche sich denHandelsvölkern als Folge und Nebengewinn ihrer Reisen von selbst ergaben, zogen jeneGriechen in die Ferne, sondern es waren die mehr oder weniger schon zu Systemenentwickelten Sätze der Weisheit, es waren die besonderen Lehrweisen und Forschungs-wege, welche sie bei den an Erkenntnis und Wissen vorgerückteren Nationen kennen zulernen suchten. Es war das Streben nach Wahrheit, das sie in die Ferne führte, eswaren die neuen Anschauungen und Ideen, die, dort von ihnen ausgenommen und ver-arbeitet, in ihnen selbst den Grund zu neuen Systemen der Erkenntnis legten, und eswurden so ihre Reisen ein Weg, auf dem sie sich für ihren inneren Beruf, Lehrer undBildner ihres Volkes zu werden, tüchtig machten.

Eine ganz ähnliche Bemerkung drängt sich bei Betrachtung der Entwicklung auf,welche auch die übrigen Völker durchzumachen hatten, um in die Reihe der tonangeben-den Nationen einzutreten.

Es genügte den römischen Großen nicht, aus der Fremde Lehrer kommen zu lassen,welche ihre Söhne in die zur dereinstigen Übernahme der Staatsämter nötige Schul-bildung einzuführen hatten; diese zu vollenden, ward es Sitte, nach Griechenland undAsien zu gehen.

Auch das ganze Mittelalter hindurch, namentlich seit die Wissenschaften in ein-zelnen Städten als ihren Brennpunkten sich zu sammeln anfingen, sehen wir wißbegierigeJünglinge über die Pyrenäen und Alpen ziehen, um in Cordova und Salerno, inBologna und Padua ihre Studien zu vollenden. Selbst als die neuerfundene Buch-druckerkunst eine so große Leichtigkeit, die Gedanken schriftlich zu verbreiten und diegeistigen Errungenschaften eines einzelnen zum Gemeingut der Völker zu machen, gewährte,und dadurch die Notwendigkeit, aus dem Munde des Lehrers selbst die Worte derWeisheit zu vernehmen, wesentlich verminderte, hörten die Besuche fremder Universitätenund das Bedürfnis darnach doch nicht auf, vielmehr setzten Fürsten und Gemeindenihren Stolz darein, tüchtige Jünglinge mit den nötigen Mitteln dazu auszustatten, unddie Universitäten selbst trafen Vorkehrungen, den fremden Gästen den Aufenthalt zu er-leichtern. Für beiderlei Zwecke wurden besondere Stiftungen gemacht.

Und in der That ist es ein anderes, die Schriften eines Mannes zu lesen, ein